Unsere Fußspezialistin im OCV:
Moderne Fußchirurgie bei Hallux valgus & Arthrose
Der Fuß mit seinem komplexen Aufbau aus 32 Gelenken, 26 Knochen und 114 Bändern führt sehr häufig zu Beschwerden aufgrund von ungünstigem Schuhwerk, Vererbung von Fußdeformitäten, weichem Bindegewebe (vor allem bei Frauen), Überlastungsphänomenen, Verletzungen oder auch durch Erkrankungen wie Rheuma und Diabetes.
Konservative Therapie:
Die konservative Therapie im OCV besteht neben individueller Beratung in Erstellung von Fußabdrücken zur Einlagenversorgung, Infiltrationen im Bereich von Sehne (z. B. Achillessehne bei chronischer Entzündung) und Gelenken (z. B. Großzehengrundgelenksarthrose) mittels Hyaluronsäure oder Eigenblut (ACP), Stosswellentherapie (z. B Fersensporn) und Verschreibung von Bandagen oder Physiotherapie. Über die jeweilig sinnvollen Therapiemaßnahmen beraten wir Sie gerne.
Operative Therapie:
Falls hierdurch keine deutliche Beschwerdelinderung mehr erzielt werden kann, kommen minimalinvasive operative Maßnahmen wie die knöcherne Korrektur von Vorfußfehlstellungen und/oder Weichteileingriffe (z. B. an Sehnen) zur Anwendung. Durch unser leitliniengerechtes Therapiekonzept kann ein weitestgehend normaler und belastungsfähiger Fuß wiederhergestellt sowie Verschleißprozessen vorgebeugt werden. In der Regel werden die Vorfußoperationen in unserem ambulanten OP-Zentrum durchgeführt. Dabei kommen modernste Narkose- und schmerztherapeutische Verfahren („langwirksame Nervenblockaden“) zur Anwendung.
Hallux Valgus („Schiefstand Großzehe“):
Diese Fehlstellung führt zur Seit-Abweichung der Großzehe zu den Kleinzehen. Weiterhin bildet sich ein oft schmerzhaftes „Überbein“ am Großzehengrundgelenk, welches am Schuh reibt. Durch die veränderte Zugrichtung der Sehnen verstärkt sich die Verlagerung. Das kann zur Verdrängung der Kleinzehen mit Druckschwielen und Gelenkknorpelschäden („Arthrose“) führen.
Bei der operativen Therapie kommt meist ein kombinierter Eingriff aus knöcherner Korrektur und Balancierung der Weichteile zur Anwendung.

Hammerzehe – Krallenzehe:
Aufgrund der Krallen- oder Hammerfehlstellung der Kleinzehen bilden sich schmerzhafte Schwielen („Hühnerauge“) auf dem Zehenrücken und/oder Zehenkuppe.
Auch hier kann durch minimalinvasive Weichteil- und Knocheneingriffe eine Begradigung der Kleinzehe erfolgen.
Hallux rigidus (Arthrose Großzehengrundgelenk)
Durch zunehmende Abnutzung der Gelenkfläche kommt es zu Schmerzen und Bewegungseinschränkung im Großzehengrundgelenk und Druckstellen durch Knochenanlagerungen.
Konservative Maßnahmen wie Einlagen mit Hallux rigidus-Feder und Infiltrationen mit Hyaluronsäure oder Eigenblut (ACP) können die Beschwerden über einen langen Zeitraum deutlich verbessern.
Wenn trotz der konservativen Maßnahmen keine Besserung erzielt werden kann, sind operative Maßnahmen sinnvoll:
Bei noch nicht weit fortgeschrittenem Arthrosestadium kann gelenkerhaltend operiert werden, mit Abtragung von Anbauten und arthrotischen Gelenkanteilen und ggf. einer „Gelenkentspannung“.
Bei weit fortgeschrittener Arthrose und starker Bewegungseinschränkung wird das Gelenk versteift und dadurch schmerzfrei. Künstliche Gelenke haben leider eine schlechte Haltbarkeit.
Nachbehandlung:
Eine post-operative Entlastung des Vorfußes wird durch einen Verbandsschuh für 2-6 Wochen gewährleistet:
In diesem kann der Fuß in der Regel voll belastet werden, ggf. anfangs noch mit Krücken.
Spezielle Bandagen unterstützen zusätzlich den Heilverlauf. Die regelmäßige ärztliche Nachsorge ist vom OCV Ärzte-Team sichergestellt.

